Canihua - das eisenreiche Korn

Canihua ist ein kleines braunes Körnchen - mit besten Inhaltsstoffen.
Canihua ist ein kleines braunes Körnchen - mit besten Inhaltsstoffen.

Aus unserer Reihe gesunder exotischer Lebensmittel möchten wir euch Canihua vorstellen. Die schokoladenbraunen kleinen Körnchen stammen aus den Anden, einer Gebirgskette in Peru. Bei Canihua handelt es sich um ein Pseudogetreide, das ganz ähnlich wie Quinoa und Amaranth kein Gluten enthält und zur Familie der Fuchsschwanzgewächsen gehört. In seiner Heimat kommt Canihua häufig auf den Tisch, bei uns ist es ein eher unbekanntes Korn. Aber das wollen wir ändern.

Was steckt drin?

Für Veganer ist vor allem die Menge an Eiweiß und Eisen interessant. In 100 Gramm Canihua sind etwa 15 Gramm pflanzliches Eiweiß enthalten. Mit an Bord sind außerdem etwa 55 Gramm Kohlenhydrate, 10 Gramm Ballaststoffe und 8 Gramm Fett. Diese Inhaltsstoffe machen Canihua zu einem energiereichen Nahrungsmittel. Es enthält etwa 375 Kilokalorien pro 100 Gramm Korn. Außerdem liefert es Eisen, Magnesium und Zink in großen Mengen. An Eisen und Magnesium enthält es etwa 60 Prozent der empfohlenen Tagesdosis, bei Zink sind es 30 Prozent. Folsäure ist ebenfalls in nennenswerten Mengen enthalten, 100 Gramm Canihua decken 123 Prozent des täglichen Folsäure-Bedarfs. Folsäure ist ein Vitamin, das vor allem bei der Blutbildung, der Zellteilung und für den Eiweiß-Stoffwechsel wichtig ist.

Geröstet schmeckt Canihua auch sehr gut.
Geröstet schmeckt Canihua auch sehr gut.

Die Zubereitung von Canihua

Die feinen Körnchen sind nicht nur schokoladig braun, sie schmecken auch schokoladig-nussig. Das macht sie zu einer idealen Zutat in veganem Müsli. Dazu solltet ihr die Körnchen zuvor jedoch wie Popcorn aufpoppen lassen. Das geht ganz leicht. Ihr gebt die Körnchen in eine heiße Pfanne ohne Öl oder Fett, so dass diese nur den Boden der Pfanne bedecken. Die Pfanne solltet ihr dann direkt von der Herdplatte nehmen und immer schön schwenken, damit euch die Körnchen nicht verbrennen. Ein Glasdeckel verhindert, dass euch die aufpoppenden Körner aus der Pfanne springen und ihr könnt den Fortschritt sehen. Die fertigen Canihua-Pops könnt ihr dann einfach zusammen mit Früchten und pflanzlicher Milch als Müsli essen.

Aber auch gekocht in Suppen oder Gemüsepfannen sind sie eine leckere Abwechslung zu Quinoa. Canihua lässt sich ganz einfach kochen: Ihr müsst die Körner lediglich mit der dreifachen Menge Wasser etwa 30 Minuten köcheln lassen und dann ohne Hitze 10 Minuten quellen lassen. Die Körner nehmen das gesamte Wasser auf.

Gepufft macht Canihua auch in Müsli eine gute Figur - und nicht nur da.
Gepufft macht Canihua auch in Müsli eine gute Figur - und nicht nur da.

Ihr könnt Canihua auch rösten, anschließend in der Getreidemühle mahlen und zum Backen verwenden. Damit eure Backwaren zusammenhalten und aufgehen, solltet ihr jedoch glutenhaltiges Mehl im Verhältnis 1:2 oder 1:3 untermischen.

Wo kann man Canihua kaufen?

Als unbekanntes Produkt werdet ihr es sicherlich nicht im Supermarkt finden. Gute Chancen habt ihr allerdings im Bioladen oder im Reformhaus. Wer beides nicht in seiner Nähe hat, kann Canihua auch im Internet kaufen. Wir konnten bislang nur einen Hersteller beziehungsweise Importeur des Korns finden. Wir denken allerdings, dass es zukünftig noch weitere Quellen geben wird.

Update 19.02.2017

Inzwischen gibt es Canihua bei dm-drogerie markt zu kaufen und auch im Internet haben wir weitere Hersteller gefunden.