Hanfsamen und Hanföl machen gesund

Lecker nussig schmecken die Hanfsamen, die so gut wie jedes Gericht nicht nur kulinarisch bereichern.
Lecker nussig schmecken die Hanfsamen, die so gut wie jedes Gericht nicht nur kulinarisch bereichern.

Hanf und Menschen haben eine lange Tradition. Seit tausenden Jahren werden die Pflanzen als Rohstoffquelle und als Lebensmittel genutzt. Das war schon bei den alten Ägyptern, den Griechen, Chinesen, Indern und Amerikanern so. Aus Hanf wurde Kleidung hergestellt, die Blätter der Pflanze dienten als Tierfutter und die Hanfsamen wurden als Stärkung entweder roh gegessen oder zu Mehl verarbeitet. Die Samen der Nutzpflanze enthalten übrigens kein Tetrahydrocannabinol (THC), also keine psychoaktive Stoffe, und können daher bedenkenlos konsumiert werden.

Die Hanfsamen: hochwertiges Eiweiß und wichtige Fettsäuren

Die Frucht des Hanfs, die Hanfsamen oder Hanfnüsse, sind 3 bis 4 Millimeter große Nüsschen, die von einer dünnen Schale umgeben sind. Hanfsamen haben ein vollständiges Aminosäure-Profil, besitzen ein optimales Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und viel hochwertiges, pflanzliches, leicht verdauliches Protein - bis zu 30 Prozent. Damit sind sie nicht nur für Veganer eine hervorragende Alternative zu tierischen Eiweißen. Das alles macht sie bereits qualitativ hochwertig. Aber auch die enthaltenen C-, E-, und B-Vitamine überzeugen neben den Mineralstoffen Kalzium, Magnesium, Zink, Eisen und Kalium.

Hanfsamen gibt es vor allem in Bioläden oder im Internet zu kaufen.
Hanfsamen gibt es vor allem in Bioläden oder im Internet zu kaufen.

Hanfsamen schmecken nussig und können praktisch zu allen Speisen hinzugefügt werden. Sie eignen sich zum Kochen, Backen oder als leckere Zutat auf Salaten oder Desserts. Mild geröstet entwickeln sie ein noch stärkeres Aroma, das vielen Speisen eine besondere Note gibt.

Hanfsamen kaufen

Hanfsamen könnt ihr im Bioladen oder im Reformhaus kaufen. Natürlich könnt ihr sie auch im Internet bestellen. Bitte achtet dabei auf Rohkost-Qualität, damit es sich um naturbelassene, hochwertige Produkte handelt. Es gibt sie in geschälter und ungeschälter Form. Die ungeschälten Hanfnüsse sind beim Verzehr knackig und länger haltbar. Die geschälten Hanfsamen sind zarter und weicher in der Konsistenz. Da müsst ihr entscheiden, was euch lieber ist.

Hanföl sollte immer kalt gegessen werden, da sich beim Erhitzen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zersetzen.
Hanföl sollte immer kalt gegessen werden, da sich beim Erhitzen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zersetzen.

Das Hanföl: nicht zum Braten oder Frittieren

Aufgrund seines Fettsäurespektrums ist Hanföl ein Speiseöl bester Güte und sollte, soweit es die Kochtechnik ermöglicht, die üblichen Öle ersetzen oder mit diesen kombiniert werden. Hanföl wird aus Hanfsamen durch schonende Kaltpressung gewonnen, hat eine grün-gelbliche Farbe und schmeckt - wie die Hanfsamen - ebenfalls nussig. Durch das Kaltpressen steigen die Temperaturen nicht über 40 Grad Celsius - die wertvollen Fettsäuren und der leckere Geschmack bleiben erhalten. Es passt sehr gut bei der Zubereitung von Salaten, Dressings, Saucen, Marinaden und Brotaufstrichen. Versucht mal einen einfachen Tomatensalat mit Hanföl - das Ergebnis wird euch begeistern. Es ist wie die Samen sehr reich an essentiellen Fettsäuren und gehört daher in die Spitzengruppe bester Pflanzenöle. Wegen seines niedrigen Siedepunktes von ungefähr 165 Grad Celsius darf es jedoch nicht zum Braten oder Frittieren verwendet werden. Bei hoher Temperatur zersetzen sich die Fettsäuren und der Geschmack leidet. Hanföl kann hingegen gut zum Dünsten und Dämpfen verwendet werden, so lange Wasser das Entstehen hoher Temperaturen verhindert.

15 bis 20 Gramm Hanföl genügen, um den Tagesbedarf an essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu vollständig zu decken. Besonders das für den menschlichen Organismus beste Verhältnis von 3,75:1 zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren ist dabei hervorzuheben. Dieses perfekte Verhältnis gilt natürlich auch für die Hanfsamen.

Zum Salat schmeckt das nussige Hanföl einfach super, da braucht ihr kein besonderes Dressing mehr. Salz und Pfeffer reichen.
Zum Salat schmeckt das nussige Hanföl einfach super, da braucht ihr kein besonderes Dressing mehr. Salz und Pfeffer reichen.

Hanföl kaufen

Speisehanföl findet ihr im gut sortierten Reformhaus sowie in Bio- oder Naturkostläden. Auch im Internet gibt es viele Produkte unterschiedlicher Hersteller. Bitte achtet beim Kauf aber auf jeden Fall auf Bio-Qualität und kontrollierten Bio-Anbau. Das Öl muss außerdem kaltgepresst gewonnen worden sein, um die Inhaltsstoffe durch hohe Temperaturen nicht zu schädigen. Da Hanföl recht teuer ist, solltet ihr die Preise vergleichen.