Baobab – die afrikanische Superfrucht

Der mĂ€chtige Baobab-Baum – das Sinnbild der afrikanischen Savanne. Dieser Baum steht in Namibia.
Der mĂ€chtige Baobab-Baum – das Sinnbild der afrikanischen Savanne. Dieser Baum steht in Namibia.

Baobab ist der afrikanische Name für Affenbrotbaum und daher auch im tropischen Afrika beheimatet. Der Affenbrotbaum ist mit etwa 30 Metern relativ groß und sein Aussehen mit dem mächtigen Stamm und der bizarren Verästelung ist ein Sinnbild für die afrikanische Savanne. Doch wenn wir in der Zutatenliste Baobab lesen, geht es nicht um den Baum, sondern um seine Früchte. Diese sind wie der Baum selbst auf verschiedene Arten besonders. Das auffälligste Merkmal ist sicherlich der besonders hohe Vitamin-C-Gehalt, doch auch die enthaltenen Antioxidantien und die hohen Kalzium-, Kalium-, Magnesium- und verdauungsfördernde Ballaststoffanteile machen die Früchte zu einem echten Superfood.

Groß wie eine Kokosnuss

Erst nach 20 Jahren blĂŒht der Baobab-Baum zum ersten Mal – und auch erst dann entstehen die kokosnussgroßen eiförmigen FrĂŒchte. Sie haben eine filzartige braune OberflĂ€che und sind recht hart. Von außen erinnern sie uns an KokosnĂŒsse. Im Inneren verbirgt sich das beige Fruchtfleisch, das die sehr ölhaltigen und haselnussgroßen Samen umgibt, und dessen Aussehen Marshmallows oder Baiser in etwa gleicht.

Sowohl das Fruchtfleisch als auch die Samen sind essbar. Das Fruchtfleisch schmeckt nach Grapefruit, Birne und Vanille und ist wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts etwas sauer. In einer einzelnen Frucht finden sich zwischen 120 und 200 Samen. Deswegen stammt der Name Baobab auch aus dem arabischen „bu-hubub“ - „Frucht mit vielen Samen“.

Übrigens ist Baobab eine Trockenfrucht. Sie wird also nicht getrocknet, sondern ist schon trocken, wenn sie noch am Baum hĂ€ngt.

Voller Vitamine und NĂ€hrstoffe

In ihrer Heimat Afrika werden die ganzen FrĂŒchte verwendet. Bei uns kennen wir Baobab vor allem in Pulverform. Baobab-Pulver enthĂ€lt viele Ballaststoffe wie Pektin, etwa vier mal so viel Kalium wie Bananen und wesentlich mehr Vitamin C als Orangen. Die Ballaststoffe wirken sich gut auf unsere Verdauung aus, die ĂŒbrigen Vitamine und Mineralstoffe unterstĂŒtzen unseren allgemeinen Stoffwechsel und unser Immunsystem. Die Antioxidantien der Frucht schĂŒtzen unsere Zellen vor SchĂ€den. Wer Baobab beziehungsweise das Pulver isst, muss keine Nebenwirkungen fĂŒrchten. Auch in grĂ¶ĂŸeren Mengen ist es nicht unvertrĂ€glich oder schĂ€dlich. Es enthĂ€lt auch kein Gluten. Insgesamt ist es also ein sehr gesundes Nahrungsmittel und zurecht ein Superfood.

Baobab-Pulver verwenden

Das Frucht-Pulver ist nicht nur sehr gesund, sondern schmeckt auch sehr gut im MĂŒsli, im Smoothie, in Wasser, in Sojamilch und gibt selbst gemachten Dips eine exotische Note. Der Geschmack ist fruchtig, etwas sauer und erinnert an eine Kombination aus Grapefruit, Birne und Vanille. Ihr mĂŒsst es einfach nur untermischen. Das eingemischte Pulver verdickt FlĂŒssigkeiten außerdem ein wenig.

Wo kann man Baobab-Pulver kaufen?

Baobab-Pulver bekommt ihr im Reformhaus. Wer kein Reformhaus in seiner NĂ€he hat, kann es auch im Internet bestellen. Je nach gekaufter Menge und Anbieter liegen die Preise bei etwa vier bis acht Euro pro 100 Gramm.

Einen Affenbrotbaum selbst ziehen oder pflanzen

Der Affenbrotbaum ist zwar in Afrika beheimatet, es gibt ihn aber auch bei uns in Europa als Zimmerpflanze. Wer etwas exotischere Zimmerpflanzen im Wohnzimmer haben möchte, kann einen Affenbrotbaum selbst anpflanzen. Er bevorzugt einen hellen Standort, kann im Sommer auch auf dem Balkon stehen, ist insgesamt sehr pflegeleicht und muss nur einmal pro Jahr umgepflanzt werden. Er wird als Zimmerpflanze bis zu zwei Meter hoch und sieht einfach klasse aus. Die Affenbrotbaum-Samen lassen sich am einfachsten online kaufen. Vor dem Einpflanzen der Samen in feuchte (aber nicht nasse) Anzucht-Erde solltet ihr die Samen mit heißem Wasser ĂŒbergießen und einen Tag in der FlĂŒssigkeit stehen lassen. Das erhöht die KeimfĂ€higkeit.

Ihr solltet den Anzucht-Topf mit einem lichtdurchlĂ€ssigen Glas abdecken und alle drei Tage lĂŒften, das heißt, das Glas abnehmen. Nach drei bis sieben Wochen bei Temperaturen zwischen 23 und 27 Grad keimen die Samen, die Wurzelbildung dauert etwa vier bis sechs Wochen und danach geht das Wachstum oberirdisch weiter. Nach drei Monaten muss der Baum in ein Gemisch aus zwei Teilen normaler Erde, einem Teil Lehm und einem Teil Sand umgetopft werden. Wer schneller zum Ziel kommen möchte, kann auch einen fertigen Affenbrotbaum-Ziehling kaufen. Schöner ist es aber, wenn ihr den Baum wirklich selbst gepflanzt habt. Denn jeder sollte in seinem Leben einen Baum pflanzen. ;-) Bis der Baum blĂŒht und FrĂŒchte trĂ€gt dauert es leider etwa 20 Jahre. Darauf mĂŒsst ihr also wirklich lange warten.